IK 604 Binham - B
IK No. adjusted: 604
Material
gold
Seriation Group
:H-
Condition
damaged; Abnutzungsspuren am Randdraht, verbeult, verkratzt besonders im Bereich der Inschrift, Öse verloren, Randdraht teilweise ausgerissen. Worn: Yes
Diameter
44 mm
Diameter info
Weight
6.93 g
Stitch hole
No
Found year
2004
Fake suspicious
No
Museum
Norwich Castle Museum
Registration No
2005.756
Delivered
Juni
Category of Inscription
runes
Inscription
wa?t, watt, wait, want, walt
Inscription long
Im Segment 5 stehen 4 Runen mit einem mittigen Punkt nach R. 1,2 und 4: wa?t. Besonders im Bereich von R. 3 ist die Oberfläche stark beeinträchtigt, so daß eine sichere Lesung nicht möglich ist. Nach Autopsie des Originals liest an diese Stelle a) Ch. Behr t (unter der Berücksichtigung des klareren Abdrucks auf der Rückseite), während b) J. Hines i (mit der Annahme, der vom Stab rechts abgehende Strich sei zufällig und gehöre nicht zur R. 3). Im Falle a) ergibt sich watt, wobei die Doppelschreibung von t auffällt. Keine sprachliche Deutung. Bei b) ist wait zu lesen, das wait (1./3 Pers. Sg. Präs.) 'ich weiß' vom Präterito-Präsens altengl. witan 'wissen' darstellt. Solche Verbformen kommen auf Brakteaten vor (IK 98 Raum Køge-C; IK 128 Nebenstedt (I)-B; IK 156 Sievern-A; IK 184 Tjurkö (I)-C; IK 189 Trollhättan-A), aber in allen steht ein Subjekt im Nom. oder ein Objekt im Akk. dabei. Dadurch ergeben sich satzmäßige Aussagen, während wait beziehungsweise allein steht. c) Nach Photo und Zeichnung ließe sich R. 3 auch als unvollkommene ᚾ n-Rune oder d) als versehentlich im Model fehlerhaft eingetragene l-Rune in der Brakteaten-Sonderform ᚴ (KJ S. 249), hier mit waagerechtem Zweig erscheinend, auffassen. Im Fall c) ergibt sich want, eine unerwartete Form, da ein Nasal vor homorganem Obstruenten in der Regel nicht geschrieben wird. Keine sprachliche Deutung. Zuletzt wäre bei d) walt zu lesen, ebenfalls ohne sprachliche Deutung. Falls die Punkte nach den Runen 1, 2 und 4 (bei R. 3 ist das unsicher) Bedeutung haben, könnten sie ein graphischer Hinweis auf ihre Setzung als Begriffsrunen sein (vgl. Düwel 1976,1, S. 150ff.) etwa: "Wonne" - "Ase" - I "Wasser" oder n "Not", i "Eis", t "Týr" - t "Týr". Aber dabei handelt es sich um einen spekulativen Zugriff.
Possible formular word