IK 591.2 Uppåkra - C
IK No. adjusted: 591,2_1
Material
gold
Seriation Group
:H-
Condition
good; Beide Brakteaten haben eine abgenutzte Bildfläche und sind nur leicht verbeult. Worn: Yes
Diameter
24.6 mm
Diameter info
Weight
2.93 g
Stitch hole
No
Found year
2007
Fake suspicious
No
Museum
Lunds Universitets Historiska Museum
Registration No
31251:9196
Delivered
Category of Inscription
runes
Inscription
I: ←simaþ̣ina II: ←alu
Inscription long
Linksläufige Runeninschrift in zwei Komplexen. Im Segment 3 bis über die schraffierte Haartracht erstreckt sich I: simaþ̣ina, in den Segmenten 1/2 steht II: alu. In I zeigen beide a-Runen tief angesetzte Zweige, die Normalform erscheint in II,1. I,5 bietet eine Dreiecksform, wegen des über das Dreieck nach oben hinausragenden Stabes eher þ als w. Die Runen in I sind verschieden hoch je nach der Position über der Haartracht und ihrer Einrollung. Die Runen in II sind gleichmäßig ausgeführt mit II,3 u in gleichschenkliger spitzer Form Λ. Während für das Formelwort alu zahlreiche Parallelen im Brakteatencorpus und darüber hinaus vorliegen (s. zu IK 24 Bjørnerud-A und Heizmann in Heizmann, 2011, S. 533-544), wurde für den Komplex I noch keine befriedigende Deutung gefunden. In Betracht kommen sima (altnord. poet. simi m. 'Meer', auch 'Ochse') bzw. sīma (altnord. sīmi m. '(dünnes) Band, Schnur, Seil') und þina (Demonstrativum) bzw. wīna (altnord. vín 'Wein'). Grønvik setzt für sima neben 'Ochse' die Bedeutung '(einjähriger) Hengst, Fohlen' an (vgl. altnord. poet. simir m. 'Hengst'). In komplizierter sprachlicher Herleitung sei þīna schwache Form Nom. Sg. m. des Partizips *þīnaʀ <*þiginaʀ zum Verbum *þīhan 'gedeihen, wachsen'. Die ganze Fügung, bezogen auf die Bilddarstellung, könne bedeuten 'wiederhergestellter, lebender (spræke) Junghengst (Fohlen): alu (in Grønviks Auffassung: 'øl=drikkelag gilde')'. Stoklund in: Axboe / Stoklund 2003, bes. S. 85f,: Nytt om Runer 17, 2002 (2004 erschienen), S. 9f.; Grønvik, 2005, S. 5-9.
Possible formular word
alu