IK 149.1 Skåne region (I) - B
IK No. adjusted: 149,1_1
Material
gold
Seriation Group
204:H3
Condition
damaged; Beim Osloer Exemplar zieht sich unter der Öse ein Riß entlang, der Golddraht ist an vielen Stellen losgelöst, das Bildfeld ist doppelt gepreßt. Zirkeleinstich im Model. Worn: No
Diameter
28.45 mm
Diameter info
Weight
3.61 g
Stitch hole
Yes
Found year
1829
Fake suspicious
No
Museum
Universitetets Oldsaksamlingen, Oslo
Registration No
685
Delivered
Category of Inscription
runes
Inscription
→laþulauk͡aʀ · g͡ak͡aʀalu
Inscription long
Rechtsläufige Runeninschrift auf eigener Grundlinie in den Segmenten 1.2. laþulauk͡aʀ · g͡ak͡aʀalu. Auffällig sind die drei Binderunen, k͡a auch auf Skrydstrup-B (hier Nr. 166), für ͡ga vgl. KJ 27 Kragehul. Zu den Formelwörtern laþu, laukaʀ und alu vgl. hier Nr. 42,8, bzw. 24. Ungeklärt ist gakaʀ. Kaum ein PN (v. Grienberger), sondern wahrscheinlich ein weiteres Formelwort: 1. "ohne bestimmte Bedeutung" (de Vries), 2. zu lesen (Läffler, nicht haltbar) oder verschrieben (KJ, dagegen DRI) für das Reimwort ga(u)kaʀ „Kuckuck“, der „im Volksleben aller Germanen als Vogel des Frühlings und der Fruchtbarkeit bekannt“ ist (KJ). 3. Andersen erwägt Verschreibung für laukaʀ, aber runographisch noch unsicherer als ga(u)kaʀ. Einziges Beispiel, daß mehrere magische Formelwörter, offenbar ohne den Runenmeister zu nennen, von der Zitation übermenschlicher Mächte über etwa gleichgerichtete magische Wünsche bis zu einer Schutzformel sich steigernd (?) zusammentreten. Stephens, ONRM II, 1867/68, S. 530, Nr. 19; Läffler, 1902, S. 198; Bugge, 1905, S. 269; v. Grienberger, 1908, S. 398; DRI, 1942, Sp. 541 ff., Br. 67, Atl. S. 419, dt. Zus.fassg. Sp. 70; de Vries, 21962, S. 153; KJ, 1966, S. 256f., Nr. 120, Taf. 56; Andersen, 1970, S. 203ff.; Krause, 1971, Nr. 78; Antonsen, 1975, Nr. 85; Moltke, 1976, S. 90, 92f.; Nielsen, 1977, S. 357; Düwel, in: »Opfer«-Kolloquium, 1983, S. 332.
Possible formular word
laþu; alu; laukaʀ