IK 105 Lellinge Kohave - B
IK No. adjusted: 105
Material
gold
Seriation Group
79:H2
Condition
damaged; Guter Erhaltungszustand, lediglich rechts neben der Öse und am unteren Bildrand etwas eingedrückt, der Golddraht ist stellenweise gelockert. Zirkeleinstich im Model. Worn: No
Diameter
27.9 mm
Diameter info
Weight
3.16 g
Stitch hole
Yes
Found year
1845
Fake suspicious
No
Museum
Nationalmuseet København
Registration No
8744
Delivered
eingeliefert
Category of Inscription
runes
Inscription
←salusalu
Inscription long
Linkskäufige Runeninschrift im Segment 3. salusalu. R. 7 mit tief angesetztem Seitenzweig. R 8 verkürzt. Wahrscheinlich Wiederholung (mit Variation vgl. die Brakteaten von Vadstena-C und Norwegen-B, hier im 2. Bd. bzw. Nr. 131) eines Formelwortes, das am ehesten mit ahd. sala "Übertragung (traditio)" verbunden werden kann, aber semantisch dunkel bleibt. Die von Antonsen gegebene Bedeutung "offering" ist ganz unsicher. Die naheliegende Anknüpfung an lat. salus wurde früh aufgegeben. Zu einer möglichen Verschreibung der Formel vgl. Kongsvad Å-A, hier Nr. 101. Lundeby, 1982, S. 35 deutet salu als Bezeichnung eines Meerestangs (Rhodymenia bzw. Palmaria palmata), der in der Ernährung eine Rolle gespielt hat. Wie laukaʀ sei salu (an. sǫl) als Schutzformel gebraucht worden. Morris, 1984, S. 8, weist diese Deutung wegen der isolierten, rein isländischen späten Tradition zurück. Er versteht die Inschrift als FN "Salu, the dark one" (S. 10, 12) und erklärt die Zusammensetzung aus zwei identischen Elementen mit der problematischen Annahme, daß das zweite die Bedeutung des ersten näher charakterisiere. Stephens, ONRM II, 1867/68, S. 531f., Br. 20; v. Grienberger, 1906, S. 138; DRI, 1942, Sp. 531, Br. 55, Atl. S. 418, dt. Zus.fassg., Sp. 70; KJ, 1966, S. 257, Nr. 121, Taf. 56; Krause, 1971, Nr. 56; Antonsen, 1975, Nr. 88; Moltke, 1976, S. 90; Nielsen, 1977, S. 357; Lundeby, 1982, S. 35ff.; Morris, 1984, S. 6ff.
Possible formular word
salu